Gäste im Rosenhotel Schiffweiler finden im Restaurant der Familie Scherer eine klare Linie. Vor fast 40 Jahren hat Martin Scherer seine Meisterprüfung als Koch abgelegt. Es war nie sein Interesse, „Fine-Dining“ anzubieten, ebenso wenig wollte er Convenience benutzen. Sein Ziel war es, traditionell, herzhaft und handwerklich zu kochen. Damit hat er sich im Landkreis Neunkirchen einen Namen gemacht und hebt sich deutlich von üblicher Dorf-Gaststätte ab.
Martin begann seine Karriere an der Hotelfachschule in Bad Reichenhall und am Frankfurter Hof in Frankfurt. Als Auszubildender gewann er 1983 sogar die Deutsche Meisterschaft der Köche. Von seinen Wanderjahren zurückgekehrt erwarb er 1988 in Saarbrücken den Meisterbrief. Schon zuvor hatte er das elterliche Anwesen in Schiffweiler übernommen.
Neben dem Restaurant bietet das Rosenhotel Veranstaltungsräume sowie aktuell 11 Hotelzimmer. Seit Jahren ist es Treff - und Anziehungspunkt in der Gemeinde. Der Name „Rosenhotel“ entstand vor rund 20 Jahren durch eine Initiative des Landkreises: Rosen sollten Schwerpunkt touristischer Aktivitäten werden. Zwischen Illingen und Ottweiler gab es zahlreiche Rosengärten – und viele Ideen dazu. Während die meisten Akteure das Thema verwarfen, leben es die Scherers konsequent weiter. Jedes Zimmer trägt den Namen einer Rose, viele Rosensorten wachsen rund um den Terrassenbereich.
Auf der Speisekarte tauchen Rosen in vielfältigen Varianten auf: vom Rosenaperitif über Sorbet mit Rosen bis hin zum Rosenlikör (kreiert von der Familie Rose aus Mainzweiler). Wer wissen will, wie Rosenblätter in Speisen integriert werden, kann an Rosenkochkursen teilnehmen, die regelmäßig stattfinden.
Senior Scherer und Schwiegersohn Jonas Schmitt haben den Ehrgeiz, traditionelle Gerichte immer wieder „neu zu erfinden“. Kalbs - oder Rinderbäckchen werden derzeit auf einem geschmacklich perfekten Weißweinrisotto serviert. Dazu gibt es noch Ratatouille und grünen Spargel. Die Sauce ist exzellent. Das Gericht ist fein zusammengestellt, schmeckt vorzüglich und kostet 32,50 €. Es ist auch Teil des Rosenmenü mit hausgemachter Rehpastete, Salatbouquet und Cumberlandsauce als Vorspeise. Die Cumberlandsauce enthält einen Hauch Rosenaroma. Einschließlich einem Pannacotta im Karamellspiegel als Dessert kostet das Menü 59 €. Preislich hervorragend!
Reh und Wildschwein sind ein Schwerpunkt in der Küche der passionierten Jäger. Rind und Schwein stammen vermehrt von Bauern der Umgebung. Dank des handwerklichen Könnens finden auch die nicht so prominenten Teile ihre Verwendung: Leberpaté und gebratene Wildleber sind im Herbst die Renner, für Frühstücksgäste werden Salami und roher Schinken hergestellt.
Die Standardkarte bietet eine Auswahl zwischen Roulade von Zander und Lachs mit Weißweinrisotto und Salat (26,50 €), geschmortem Wild mit Apfelrotkohl und Kartoffelklößen (24,50 €), Rumpsteak mit Weggis und Salat (39 €), paniertem Schweinschnitzel (23,50 €) sowie Serviettenknödel mit Champignons (23,50 €). Bei den Vorspeisen sind Salate, Suppen oder gratinierter Ziegenkäse (16 €) zu finden. Kinder können sich über Rösti mit Apfelmus, oder Fischstäbchen (14–16 €) freuen. Als klassisches Dessert lockt Vanilleeis mit Himbeeren oder Schokoladensauce (11–13 €).
Im Sommer lieben die Gäste auf der lauschigen Terrasse vor Allem „Burger“: Mit Wild, Rind oder vegetarisch. Dank der von Bäckerei Schaefer ohne Butter hergestellten Brötchen auch vegan möglich!
Tochter Franziska, die gerade das Zepter übernimmt, widmet sich mit besonderer Aufmerksamkeit der Personalführung. Für ihr gelungenes Projekt, madegassische Mitarbeiter zu gewinnen und zu integrieren, erhielt sie 2025 den Preis „Welcome Star 2025“ des Wirtschaftsministeriums.
